EU AI Act Schnellcheck
Beantworten Sie wenige Fragen und erhalten Sie eine erste Orientierung, wo Ihr Unternehmen beim EU AI Act steht.
Wichtiger Hinweis: Orientierungs-Check — keine Rechtsberatung.
Was der EU AI Act für österreichische KMU bedeutet
Der EU AI Act ist die erste umfassende KI-Verordnung der EU und betrifft auch kleine und mittlere Unternehmen — meist als Betreiber von KI-Systemen. Welche Pflichten konkret gelten, hängt von Ihrer Rolle und der Risikoklasse Ihrer Anwendungen ab. Der kostenlose Schnellcheck oben gibt Ihnen in wenigen Minuten eine erste Orientierung.
Die wichtigsten Fristen im Überblick
| Datum | Was gilt |
|---|---|
| 01.08.2024 | Der EU AI Act tritt in Kraft. |
| 02.02.2025 | Verbotene Praktiken (Art. 5) und Pflicht zur KI-Kompetenz (Art. 4) gelten. |
| 02.08.2025 | Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI) und Governance-Struktur. |
| 02.08.2026 | Transparenzpflichten (Art. 50, z. B. Kennzeichnung von Chatbots und KI-Inhalten) und weitere Bestimmungen. |
| ab 2026 / 2027 | Pflichten für Hochrisiko-Systeme (Anhang III). Diese Fristen sind Gegenstand laufender EU-Vereinfachungen (Digital Omnibus 2026) und können sich verschieben — bitte aktuellen Stand prüfen. |
Betreiber oder Anbieter — welche Rolle haben Sie?
Der AI Act unterscheidet vor allem zwischen Betreibern (Deployer) und Anbietern (Provider). Setzen Sie fertige KI-Systeme wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder KI-Funktionen Ihrer Standardsoftware ein, sind Sie in der Regel Betreiber — so wie die meisten KMU.
Entwickeln Sie KI-Systeme selbst oder verändern zugekaufte Modelle wesentlich (etwa durch Fine-Tuning) und geben sie weiter, gelten Sie als Anbieter mit deutlich umfangreicheren Pflichten. Der Schnellcheck ordnet Ihre Rolle automatisch ein.
Die vier Risikoklassen einfach erklärt
- Unannehmbares Risiko: Verbotene Praktiken (Art. 5), z. B. Social Scoring oder bestimmte biometrische Verfahren.
- Hohes Risiko: Strenge Pflichten, z. B. bei KI in Personalauswahl, Kredit-/Bonitätsentscheidungen oder kritischer Infrastruktur (Anhang III).
- Begrenztes Risiko: Transparenzpflichten nach Art. 50, z. B. Kennzeichnung von Chatbots und KI-generierten Inhalten.
- Minimales Risiko: Der Großteil der KI-Anwendungen, z. B. Spamfilter — keine besonderen Pflichten.
So funktioniert der Schnellcheck
- 1Unternehmenskategorie und eingesetzte KI angeben (per Auswahl oder im optionalen Freitext).
- 2Wenige adaptive Fragen zu Rolle, Risiko und Sorgfaltspflichten beantworten.
- 3Ergebnis erhalten: Rolle, höchste Risikoklasse, Reifegrad-Score und priorisierte Handlungslücken.
Häufige Fragen zum EU AI Act
Was ist der EU AI Act und ab wann gilt er?
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist das erste umfassende KI-Gesetz der EU. Er ist am 1. August 2024 in Kraft getreten und gilt stufenweise: verbotene Praktiken und die KI-Kompetenzpflicht seit 2. Februar 2025, weitere Pflichten folgen ab 2026.
Betrifft der EU AI Act auch kleine Unternehmen (KMU)?
Ja. Der AI Act kennt keine generelle KMU-Ausnahme. Schon der Einsatz gängiger KI-Tools kann Pflichten auslösen — etwa zur KI-Kompetenz der Mitarbeitenden oder zur Kennzeichnung von KI-Inhalten. Der genaue Umfang hängt von Ihrer Rolle und der Risikoklasse ab.
Bin ich „Betreiber" oder „Anbieter", wenn ich KI wie ChatGPT nutze?
Wer fertige KI-Systeme im eigenen Betrieb einsetzt, ist in der Regel Betreiber (Deployer) — das trifft auf die meisten KMU zu. Wer KI-Systeme selbst entwickelt oder zugekaufte Modelle wesentlich verändert und weitergibt, gilt als Anbieter (Provider) mit deutlich mehr Pflichten.
Welche Risikoklassen gibt es?
Vier: unannehmbares Risiko (verboten), hohes Risiko (strenge Pflichten, z. B. bei Personalauswahl oder Kreditentscheidungen), begrenztes Risiko (Transparenzpflichten, z. B. bei Chatbots) und minimales Risiko (keine besonderen Pflichten).
Müssen wir Mitarbeitende in KI-Kompetenz schulen?
Ja. Seit 2. Februar 2025 verlangt Art. 4 ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei Personen, die KI im Unternehmen einsetzen. Eine dokumentierte Schulung schafft Nachweis und Klarheit.
Wurden Fristen des EU AI Act verschoben?
Die EU hat 2026 mit dem „Digital Omnibus" Vereinfachungen vorgeschlagen, die einzelne Fristen — insbesondere für Hochrisiko-Systeme — verschieben könnten. Der Stand ist noch nicht final; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Rechtsstand.
Ersetzt dieser Schnellcheck eine Rechtsberatung?
Nein. Der Check bietet eine erste Orientierung auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine rechtliche Prüfung. Für eine verbindliche Einordnung ziehen Sie bitte fachkundige Beratung hinzu.
Rechtshinweis: Dieser Schnellcheck bietet eine erste Orientierung zum EU AI Act und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder rechtliche Verbindlichkeit. Maßgeblich ist der jeweils aktuelle Rechtsstand. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.